Transitions. Protestkulturen und digitale Welten im Wandel

Julia Autz | Daniel Chatard | Bob Jones | Georg Kußmann | Igor Samolet
Kristina Savutsina | Jakob Schnetz | Yorgos Yatromanolakis

Curated by Franziska Habelt & Finn Schütt
29.01. – 27.03.2022

Opening 28.01.2022, 17:00-22:00 Uhr / 5-10 pm
Begrüßung / Welcome 19:00 Uhr / 7 pm
Ausstellungsrundgang 29.01.2022, 15:00 Uhr / exhibition tour 3 pm
mit den Künstler:innen und Kurator:innen / with the artists and curators

 

 

Aktuell zeichnen sich in der Gesellschaft viele Phänomene des Übergangs ab: digitale Kommunikationstechnologien verändern unser Arbeits- und Privatleben, global agierende Protestbewegungen nutzen digitale Möglichkeiten zur Vernetzung und für öffentlichkeitswirksame Kampagnen. Ein bewussterer Umgang mit Mensch und Natur und erstarkende demokratische Bewegungen sowie das Streben zu einer offeneren Gesellschaft – wie sie sich in den jüngsten Protesten in Belarus und der Bewegung gegen den Klimawandel ausdrücken – zeugen von einem neuen gesellschaftlichen Engagement. Nicht zuletzt legen die Debatten um den Kohleausstieg und den Strukturwandel in den betroffenen Regionen sowie die unterschiedlichen Entwicklungen im städtischen und ländlichen Raum die Konfliktlinien offen, die diese Veränderungen mit sich bringen.

Welche Rolle kann die künstlerische Fotografie bei diesen unterschiedlichen Prozessen des Wandels übernehmen? Welche Art der Darstellung verfolgt sie? Nimmt sie aktiv Anteil und bezieht Position oder bleibt sie distanzierte Beobachterin? Macht sie die Mittel der schnelllebigen digitalen Kommunikation oder den Wandel selbst zum Teil der künstlerischen Arbeit? Acht junge künstlerische Positionen reflektieren die gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen und Transformationen in multimedialen Arbeiten.

Zur Ausstellung wird begleitend eine #zeitung erscheinen.


Currently, many phenomena of transition are emerging in society: digital communication technologies and new concepts are changing our working and private lives, globally active protest movements are using digital possibilities for networking and publicity-effective campaigns. A more conscious approach to people and nature and growing democratic movements as well as the striving for a more open society – as expressed in the recent protests in Belarus and the movement against the Climate change – are evidence of a new social commitment. Moreover, the debate about structural change in regions dominated by coal mining and different developments in urban and rural areas bear witness to the lines of conflict that these changes entail.

What role can artistic photography play in these different processes of change? What kind of representation does it pursue? Does it actively participate and take a stand or does it remain a distanced observer? Does it transform the means of fast-moving digital communication or the process of change itself into components of the artistic work? Eight young artists reflect the current social challenges and transformations in multimedia works.