Das Museum für Photographie Braunschweig

Zwei historische Torhäuser sind Ausstellungsort des Museums - hier das nördliche Torhaus (Foto: Klemens Ortmeyer)

Zwei historische Torhäuser sind Ausstellungsort des Museums – hier das nördliche Torhaus (Foto: Klemens Ortmeyer)

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Ausstellungsansicht 267 Quartiere, Ausstellung „Kairo. Offene Stadt. Neue Bilder einer andauernden Revolution“, 2012 (Foto: Uwe Brodmann)

 

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Ausstellungsansicht Torhäuser,
Ausstellung „Skies and Seas:
Günter Karl Bose, Axel Töpfer,
Helmut Völter“, 2010
(Foto: Uwe Brodmann)

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Ausstellungsansicht Torhäuser,
Ausstellung „Sascha Weidner: Was übrig bleibt“, 2009
(Foto: Uwe Brodmann)

 

Programm

Das Museum für Photographie Braunschweig zeigt internationale zeitgenössische Fotografie und präsentiert wichtige fotografische Positionen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Als ein Ort der Debatte beleuchtet es die aktuellen künstlerischen Praktiken des Mediums aus dem Verständnis der historischen und sozialen Gebrauchsweisen sowie der heutigen Rolle der Fotografie in den Medien.

Gegründet wurde das Museum 1984 von Braunschweiger Fotografinnen und Fotografen, die ein Forum des Austauschs über fotografische Bilder zu etablieren suchten. Seit 30 Jahren war und ist die Frage nach der jeweils zeitgenössischen Perspektive auf Fotografie Gegenstand lebendiger Auseinandersetzung des von seinen Mitgliedern getragenen Vereins.

In begleitenden Veranstaltungen wie Führungen, Künstlergesprächen, Lesungen oder Filmvorführungen werden Aspekte der präsentierten Positionen vertieft und ergänzt. Vielfältige Vermittlungsangebote insbesondere für Kinder und Schulklassen sowie Ausstellungskataloge und Jahresgaben vervollständigen das Programm.

Neben dem Stammsitz in den „Torhäusern“ hat das Museum 2013 in Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig den Ausstellungsort „267 Quartiere für zeitgenössische Kunst und Fotografie“ betrieben.

Das Museum für Photographie ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein mit über 100 Mitgliedern. Die vielfältigen Aktivitäten werden finanziell ermöglicht durch die Unterstützung der Stadt Braunschweig, dem Land Niedersachsen und durch die Förderung von Kulturstiftungen und Sponsoringmitteln. Aber auch die Mitgliedsbeiträge, Spenden und Eintrittsgelder ermöglichen unsere Arbeit und geben dem Museum den nötigen ideellen Rückhalt.

Chronik des Vorstandes und der Leitung 

Sammlung

Die fotografischen Nachlässe der beiden Brauschweiger Fotografen Käthe Buchler (1876-1930) und Hans Steffens (1915-1994) bilden den Schwerpunkt der Sammlung und sind herausragende Archive der Fotografie im Kontext der Braunschweiger Fotografiegeschichte. Beide Konvolute sind trotz ihres regionalen Bezuges von einzigartigem historischem und ästhetischem Wert. Bei Steffens sind die dokumentarischen Gehalte seiner Aufnahmen in und von Braunschweig, die er nach dem 2. Weltkrieg kontinuierlich – über 20 Jahre hinweg – als Pressefotograf für die Braunschweiger Zeitung fotografierte und selbst in die Kategorien „Historische Stadtbilder von Bauwerken“, „Denkmäler“, „Museen“, „Kunst“, „Luftbilder“, „Sport/Freizeit“, „Arbeitswelt“, „Städtisches Leben“, „Personen“ und „Mode“ einteilte herausragend. Bei Buchler hingegen ist ihre Vielfalt an Sujets und fotografischen Verfahren zu betonen, wie die überlieferten Autochromplatten, ihre Silbergelatinetrockenplatten und ihre zahlreichen Glasplattendiapositive für Lichtbildervorträge bezeugen.

Als fotohistorische Schätze können die Fotografien aus der Frühzeit der Fotografie mit den Verfahren der Daguerreotypie, des Salzpapiers, des Albuminpapiers oder der Woodburytypie betrachtet werden, die noch dazu von einigen der wichtigsten Fotografen des 19. Jahrhunderts wie Hill & Adamson, Felix Nadar, Julia Margaret Cameron gefertigt wurden. Sie dokumentieren in ihrer authentischen Überlieferung den Beginn der Fotografie und ihre Entwicklungsgeschichte im 19. Jahrhundert.

Die Sammlung ist im Stadtarchiv Braunschweig untergebracht und wird im Wechsel mit anderen Ausstellungen in den Torhäusern präsentiert.