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Ivan Pinkavas Porträts rufen ins Gedächtnis, daß alle Leidenschaften und starken Gefühle an den Rand unserer Welt verbannt sind. Sie weisen auf die verschwiegene Kehrseite der Gegenwart hin, in der sich der Mensch vor dem Antlitz Gottes wiederfindet. Als ob der Eintritt der Gegenwart in die Fülle der Zeiten der Menschenwelt das Tor zu Barmherzigkeit und Anteilnahme öffnen würde.
Die Sicht des Künstlers deckt ebenso das ewige "Wir sind alle Sünder " auf wie die unwiderlegbare Hoffnung, daß die erotische Körperlichkeit des Menschen noch nicht verloren ist. Aus der Verbindung von Licht und Schatten tauchen aus dem Jenseits seiner Porträts wiedergeborene, noch mit Flaum bedeckte Wesen auf. Es sind unverwechselbare und freie Menschen.
- Véra Jirousová -
Nominiert von Vladimír Birgus, Professor für Geschichte und Theorie der Fotografie an der FAMU, Prag.

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