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In einem Interview erklärte Anneè Olofsson: "Ich habe unglaubliche Angst vor dem Tod. Die Vorstellung vom Sterben kann mich in absolute Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit stürzen. Das steckt seit jeher ganz tief in mir. Ich kann mich zu nichts aufraffen. Alles erscheint mir sinnlos. Ich fühle mich wie all die jungen Leute heute, die kein Ziel haben, keinen Sinn im Leben sehen. Aber an Selbstmord denke ich nicht, ich versuche vielmehr, mit der Angst zu leben..."
Angst ist keine sonderlich originelle Quelle künstlerischer Inspiration, aber Olofsson beschreibt Angst nicht als existentialistischen Lebensstil, sie bedient sie sich ihrer, um sich selbst zu verstehen und möglicherweise auch die Welt, in der wir leben. Die Bilder zeigen oft Olofsson selbst, ihre Familie oder Verwandten. Einerseits beschreibt sie ihr eigenes Leben mehr oder weniger realistisch. Andererseits wirkt sie einer Vertrautheit mit diesem Leben entgegen, indem sie ihre Gefühle herausstellt und selbstironisch kommentiert. Annèe Olofsson führt uns in eine seltsame labyrinthische Szenerie, ähnlich einem Spiegelsaal, dessen unzählige Reflexionen uns derart verwirren, daß wir am Ende verloren sind.
- John Peter Nilsson -
Nominiert von John Peter Nilsson, Herausgeber der Zeitschrift NU: The Nordic Art Review, Stockholm.

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