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Norwegen
Mikkel McAlinden
Mikkel McAlinden. Endgame, 1999. Mikkel McAlinden. Endgame, 1999.
  "Endgame"

Poker ist kein Kartenspiel - beim Poker geht es um Empfang, Entzifferung und Übertragung visueller Informationen. Die Karten sind lediglich ein Vehikel, das dem Auge etwas bietet, während ein bedeutenderes Schauspiel abläuft und Geld den Besitzer wechselt.

"Endgame" ist ebenfalls ein Vehikel - ein Vehikel für mein Interesse an den Disparitäten zwischen dem Betrachten von Wirklichkeit und dem Betrachten von deren Repräsentation. Die Blickrichtungen der Kartenspieler liegen in simulierter 1:1-Größe einander gegenüber und laden den Betrachter ein, physisch den Platz zu wechseln und die einander widersprechenden Signale aufzugreifen. Dabei steht das Ausmaß der empathischen Reaktion in umgekehrtem Verhältnis zu den "Raum"-Maßen innerhalb der Installation. Der Betrachter sieht sich gezwungen, aus dem Quadrat herauszutreten, um die Arbeit sehen zu können.
- Mikkel McAlinden -

Nominiert von Johan Sandborg, Professor für Fotografie an der Kunsthøgskolen in Bergen.