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Wir sind zunehmend beunruhigt durch die Entwicklungen in unserer Umwelt. Nicht nur ist unser Körper durch mögliche physische Gewalt auf der Straße bedroht, er ist auch von der Sorge getrieben, daß die ihm zugeführte Nahrung gefährlich, ja tödlich sein könnte. Die Luft, die wir atmen, kann uns ohne Vorwarnung krank machen.
Es ist die Aufgabe der Fotografie, Dinge zu bezeugen -oder zu verbergen -, die nicht für das Auge der Öffentlichkeit bestimmt sind. Was nicht auf einem Foto zu sehen ist, existiert nicht. Doch unser Unbewußtes registriert auch die Dinge, die wir nicht sehen wollen. Hinter dem Schatten sind das Unerwartete, die blinden Flecken in unseren Augen verborgen; wir sehen die Welt, wie wir sie zu sehen gewohnt sind. Ab und zu entsteht ein Verdacht: Habe ich das wirklich gerade gesehen, oder habe ich es mir nur eingebildet?
- Vuokko Isoherranen -
Nominiert von Pirkko Siitari, Chefkuratorin am Finnish Museum of Photography, Helsinki

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