Museum für Photographie

Helmstedter Str. 1 • 38102 Braunschweig

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Etwas Geschichte / Kapitel 1

Es ist noch nicht lange her, da galt die Fotografie noch als eine illegitime Kunst. Dass dies heute anders ist, dazu haben in den letzten Jahrzehnten viele Institutionen beigetragen, die das Medium erforscht und ausgestellt haben. Innerhalb des deutschen Sprachraums hat das Museum für Photographie Braunschweig ein Kapitel dieser Emanzipationsgeschichte des Mediums geschrieben.

Am 15. Juli 1984 wurden in der Braunschweiger Burgpassage zwei Fotoausstellungen eröffnet. Die eine präsentierte anhand der Sammlung von Robert Lebeck die Frühzeit der Fotografie, die andere das dokumentarische Werk von Heinrich Riebesehl, einem der wichtigsten deutschen Fotografen der 1980er Jahre. Sie bildeten den Auftakt einer regen Ausstellungstätigkeit, zugleich steckten sie den programmatischen Spannungsbogen ab, der das Heute der Fotografie mit der Geschichte des Mediums verband.

Initiiert wurde das Museum von den Braunschweiger Fotografen Hartmut Rosen und Ute Karen Walter sowie dem Künstler und Kunsterzieher Axel Dick, nicht zuletzt angeregt durch die im Braunschweiger Magni-Viertel ansässige Galerie für Fotografie von S.B. Tautz. Im Mai 1984 gründete sich dann das Museum für Photographie als ein gemeinnütziger Verein. Zu weiteren Mitgliedern der ersten Stunde gehörten die Fotografen und Foto-Interessierten Uwe Brodmann, Klaus Wefringhaus und Jo Claussen. Das Museum verstand sich als Plattform, die zur Ausstellung und Diskussion aktueller internationaler aber auch lokaler Tendenzen der Fotografie ebenso diente wie für Workshops und Seminare.

Nach den ersten drei Jahren in der Burgpassage zog das Museum dann 1987 in das nördliche Steintorhaus an der Helmstedter Straße, das mit einer Ausstellung zum Thema "Sequenzen, Serien, usw." - einem wichtigen Thema der Zeit - eröffnet wurde. Ergänzt um das südliche Torhaus zu Beginn der 2000er Jahre, bilden die beiden klassizistischen Bauten des Architekten Peter Joseph Krahe bis heute den Sitz des Museums für Photographie Braunschweig.

Stiftung Braunschweiger Land